Konzeption

Ich arbeitete nach dem waldorfpädagogischen Ansatz von Rudolf Steiner, d.h.:
– Erziehung ist Selbsterziehung
– Vorbild und Nachahmung
Kinder haben ein tiefgreifendes Interesse an den Vorgängen in ihrer Umwelt und große Freude daran, diese Vorgänge nachzuahmen. Ich versuche durch meine Persönlichkeit und meine Handlungen eine dieser Vorbildfunktionen zu übernehmen.

Wichtig ist mir auch die Arbeit nach dem pädagogischen Vorbild von Emmi Pikler (ungarische Kinderärztin), d.h.:
– Respekt vor der Eigeninitiative des Kindes und die Unterstützung seiner selbstständigen Tätigkeit,
– Unterstützung einer stabilen persönlichen Beziehung des Kindes zu relativ wenigen, aber vertrauten Bezugspersonen,
– Bestreben, dass sich jedes Kind angenommen und anerkannt fühlt,
– Förderung des optimalen körperlichen Wohlbefindens und der Gesundheit des Kindes.

Das Umfeld
„Zu den Kräften, welche bildsam auf die physischen Organe wirken, gehört die Freude an und mit der Umgebung…“(Zitat von Rudolf Steiner) In der Raumgestaltung sollten die Kinder Klarheit und Ordnung und außerdem wohliges Geborgenheitsgefühl erleben. Denn nur aus der Geborgenheit heraus kann das Kind schöpferisch tätig werden. Ich verwende warme Farben für Wände und Dekoration, Naturmaterialien für Möbel und Spielzeuge. Der Park direkt vor meiner Haustür lädt ein, die Natur und Umwelt zu begreifen und zu erleben. Die Stimmung der Jahresfeste spiegelt sich in der Raumgestaltung (Jahreszeitentisch, Wandbild, Blumenschmuck), den Liedern und Versen im Reigen und in der Auswahl der Geschichten im Märchenkreis wieder.

Rhythmen und Wiederholungen
Durch einen rhythmisch gegliederten Tages-, Wochen- und einen von den christlichen Festen und Jahreszeiten geprägten Jahresablauf werden die Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung geschaffen, dem Kleinkind wird eine Sicherheit gegeben, in der es sich bewegen kann.
Die Natur gibt wiederkehrende Kreisläufe mit dem Tag-Nachtrhythmus und den Jahreszeiten vor.

Tages-, Wochen und Jahresablauf
• Tagesablauf
– ab 7:30 – 9:00 Uhr Ankommen und herzliches Aufnehmen, Freispiel
– offenes Frühstücksbuffet bis 9:00 Uhr
– 9:00 Uhr Reigen, Morgenkreis
– Angebot bis ca 9:45 Uhr
– 9:45 – 11:00 Uhr Ausflug in den Park, Garten oder in die Stadt
– 11:00 – 11:30 Uhr Essenvorbereitung, Freispiel
– 11:30 Mittagessen
– 12:15 – 14:15 Mittagsruhe
– Langsam in den Nachmittag gleiten mit Bücher anschauen, Lesen, Kuscheln, Märchen- und Geschichtenerzählungen, Puppenspiele
– 15:00 – 15:20 Uhr Vesper
– Freispielzeit, bis zum Abholen

Auch der Wochen- und Jahresablauf wird durch geregelte Aktivitäten und wiederkehrenden Festen geprägt.

• Wochenrhythmus
– Montag: „Ankommen“, Bewegungsangebote
– Dienstag: Backtag
– Mittwoch: Ausflug in die Stadt, Einkaufen
– Donnerstag: Kreativität (Malen, Kneten…)
– Freitag: individuell

• Jahresfeste
Die Jahresfeste haben ihren Bezug zu bestimmten religiösen Ereignissen und zu den Jahreszeiten. Durch die Jahresfeste haben die Kinder die Möglichkeit, eine natürliche religiöse Stimmung zu empfinden. Bei mir im Elfenland werden folgende Feste besonders gewürdigt:
– St. Martin (Laternenfest mit Feuer und Martinshörnchen),
– Advent (mit kleinem Adventsgärtlein),
– Nikolaus,
– Weihnachtsfrühstück
– Ostern (mit Eiern bemalen und Nestern suchen) und
– Pfingsten (mit einem festlichen Pfingstfrühstück am Freitag vor Pfingsten).
– Das Betreuungsjahr endet bei uns mit dem Sommerfest im Juli
Alle Eltern sind zu den Festen herzlich eingeladen.
Körperpflege
Die Kinder werden bei mir durch den regelmäßigen und rhythmischen Tagesablauf an selbstverständliche Körperpflege herangeführt. Dazu gehören das Zähneputzen, Hände waschen, Wickeln und das tägliche Ritual des „Goldtröpfchens“.
Die Sauberkeitserziehung erfolgt je nach Entwicklung des Kindes und in Absprache mit den Eltern.

Gesunde Ernährung
Wir nehmen alle Mahlzeiten (Frühstück, Mittag, Vesper) gemeinsam ein. Ich bevorzuge fleischlose biologische Vollwertkost und koche täglich frisch.
Ich koche im Beisein und auch mit Hilfe der Kinder. Es werden vor allem Fleisch, Milch, Zucker und Weizen gemieden.

Kräutersuppe

Künstlerische Erziehung
ist in der Waldorfpädagogik ein tragendes Element mit heilsamen und bildenden Einfluss.
Als ehemalige freischaffende Künstlerin bringe ich Voraussetzungen mit, den Kindern eine künstlerische Betreuung aus erster Hand zu bieten. Wir experimentieren mit Aquarellfarben, Fingerfarben, Kneten mit Ton und Bienenwachsknete. Das Musizieren, Singen, Reimen und Fingerspiele fördert die Sozial- und Sprachkompetenzen.

Spielförderung
Fertig ausgestaltetes und geformtes Plastikspielzeug sowie Puppen mit fester Mimik, bei der der Phantasie nichts mehr zu tun bleibt (z. B. bei Barbie Puppen oder Playmobil Figuren), werden in der Waldorf-Pädagogik vermieden. Immer dann, wenn das Kind Spielzeug bekommt, dass es durch seine Phantasie zur vollständigen Gestalt sich vorstellen muss, regen wir die Phantasiekräfte an und mit der Phantasie die Lebenskräfte, die das Kind stärken. Deswegen biete ich hauptsächlich Naturmaterialien wie Steine, Hölzer, Rinden, Kerne, Zapfen, Muscheln etc. an sowie nicht detailliert ausgeformte Fahrzeuge und Puppen.
Kinder wiederholen oder ahmen im Spiel nach, was sie gesehen und erlebt haben. Die Kinder brauchen eine Atmosphäre, um sich ins Spiel vertiefen zu können, der Erzieher sollte dabei möglichst wenig eingreifen. Dabei darf bzw. soll ein schöpferisches Chaos entstehen, da die Phantasie Freiräume und zufällige Anregungen braucht.

Naturpädagogik
Ich ermögliche die Umsetzung einer ausgeprägten Naturpädagogik, die ich im Garten und Park anbiete, sofern es das Wetter zulässt. Im Garten gibt es eine Gräuterspirale und Gemüsebeete, wir sähen, pflanzen und ernten.
Im Park lernen wir Naturmaterialien beim Spiel kennen. Wir experimentieren mit Wasser, Eis, Wind, Blumen, Holz, Sand, Steine… und machen auch mal Feuer. Alle Sinne werden dabei angesprochen und die Kinder lernen beim Tun. Die Kinder lernen alle Elemente hautnah kennen.
Kinder erschließen sich vor allem ihre Umwelt durch Bewegung. …

Bewegung
Ich biete vielfältige Bewegungsmöglichkeiten zur Förderung der Motorik an. Bewegungsreize unterstützen direkt die Entwicklung und Ausdifferenzierung des Nervensystems und beeinflussen die Entwicklung der Sprache positiv.
Im Garten können die Kinder klettern, schaukeln, rutschen und ein einfaches Wippbrett austesten. Sie bauen sich täglich neue Parkurs selbstständig. Laufräder, Roller und Bobbycars stehen zur Verfügung.
Im Park gehen wir auch abseits der Wege und erkunden die Landschaft. Es gibt wunderbare Hügel, Kletterbäume, Wiesen… Alles was Kindern eben Spaß macht, ohne ständig gemaßregelt zu werden.
Auch im Haus stehen viele Bewegungsmöglichkeiten zum Angebot: Ein Picklerdreieck, Rutsche und Podeste laden zum Klettern ein, Tobematten laden zum Springen und viele anderen Aktivitäten ein, ein Wackel-Wippbrett fördert das Gleichgewicht.

Elektronische Medien
reduzieren die Sinneswahrnehmung nur auf das Ohr und die Augen, alle anderen Sinnesorgane und der körperliche Bewegungsdrang werden abgeschaltet. Technische Bild- und Tonaufnahmen sind vor allem für Kleinkinder so realitätsfremd, dass sie für die gesunde Entwicklung und Förderung ungeeignet sind und somit auch von mir vermieden werden. Wir singen gemeinsam und musizieren mit unterschiedlichen Musikinstrumenten, wir malen und erobern unsere Umwelt mit Augen, Ohren, Händen und Füßen, um sie real begreifen zu lernen.

Haustiere

Zur Tagespflege gehört meine Hündin Bella. Sie kam als Welpe zu uns und wurde von Anfang an an die Kinder gewöhnt. Die Kleine ist ganz besonders für die Arbeit mit Kindern geeigent, da sie sehr gut auf die Kinder eingeht und von diesen auf Grund ihrer Größe auch gut gehändelt werden kann.
Im Park und in der Stadt begegnen wir weiteren Tieren, denen wir mit Respekt gegenüber treten.
Die Kinder entwickeln ein großes Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl im Umgang mit den Tieren. Es gilt auch als bewiesen, dass Kinder bei frühem Umgang mit Haustieren weniger zu Allergien neigen und gesünder sind.

Religion
Die Jahresfeste haben ihren Bezug zu bestimmten religiösen Ereignissen und zu den Jahreszeiten. Durch die Jahresfeste haben die Kinder die Möglichkeit, eine natürliche religiöse Stimmung zu empfinden.
Ich bin christlich geprägt, aber nicht konfessionell gebunden.
Das christliche Element lebt in der Akzeptanz der anderen Religionen und Kulturen, somit ist jede Konfession willkommen und lehrt die Akzeptanz anderer.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung erfolgt individuell nach dem Bedürfnis des einzelnen Kindes und lehnt sich an das Berliner Modell. Es werden mindestens 2 Wochen eingeplant und erst wenn das Kind sich geborgen fühlt, sich von mir trösten lässt, kann es das erste Mal bei uns schlafen. Wir beginnen mit einem täglich einstündigen Besuch, bei dem die Bezugsperson mit dem Kind am Freispiel der Gruppe teil nimmt. Nach ein paar Tagen folgen kurze Trennungsversuche von der Bezugsperson und diese werden nach und nach ausgedehnt bis zur letztendlichen Sicherheit des Kindes.

Nach diesen pädagogischen Grundlagen orientiere ich mich bei meiner Arbeit als Tagesmutter im Elfenstübchen und Sie sind herzlich eingeladen, daran mit Ihrem Kind teil zu haben.